25 Jahre „La Casa de Panchita“- eine NGO ruft um Hilfe

Lima ist die größte und am dichtesten bevölkerte Stadt Perus. Sie ist nicht nur die Hauptstadt des Landes und damit Zentrum für Politik, Wirtschaft und Kultur, sondern auch ein Sammelbecken für Migranten aus den restlichen Regionen.

Mit 9,6 Millionen Einwohnern lockt die Peru mit „Großstadt-Flair“ und unbegrenzten Chancen vor allem Bewohner aus den Anden- und Regenwaldprovinzen jeden Tag aufs Neue an. Viele Menschen sehen in der Hauptstadt ihre Chance auf einen gut bezahlten Job und so reisen jeden Tag unzählige Kinder, Jugendliche, Frauen oder auch ganze Familien nach Lima, um sich in der riesigen Stadt eine Zukunft aufzubauen. Vor allem weibliche Stadt-Immigranten können schnell fündig werden, aber auch sehr schnell Betrügern zum Opfer fallen. Die meisten von ihnen arbeiten als Putzfrauen oder Hausmädchen und werden oft von ihren Arbeitgebern ausgenutzt, gedemütigt und sogar missbraucht. Viele junge Mädchen werden auch oft von ihren eigenen Eltern nach Lima geschickt, um dort entfernten Verwandten „unter die Arme“ zu greifen. So erging es auch der 10-jährigen Elena, die zu ihrem Onkel in die Hauptstadt geschickt wurde, um nichts anderes als dessen „Putze“ zu werden. Das Mädchen wurde nicht als Familienmitglied, sondern als Haushaltshilfe gesehen, die auch so behandelt werden durfte. Elena hatte so viel zu tun, dass sie keine Zeit mehr hatte sich um ihre Schularbeiten zu kümmern und ihre Spanischkenntnisse zu verbessern. Mit 14 wurde das Mädchen von einer Organisation, die in Peru unter dem Namen „La Casa de Panchita“ (das Haus Panchitas) bekannt ist, unter ihre Fittiche genommen und kann seitdem ein ganz normales Leben führen.

Hier erhalten die Mädchen Hilfe (Foto © lacasadepanchita.com)

Hier erhalten die Mädchen Hilfe (Foto © lacasadepanchita.com)

„La Casa de Panchita“ ist ein Hilfswerk, das von der peruanischen NGO „Asociación Grupo de trabajo Redes (AGTR)“ 2007 gegründet wurde und sich für die Rechte von Haushaltshilfen einsetzt. Seit 1989 unterstützt die NGO viele junge Mädchen sich weiterzubilden und mehr über ihre Arbeits- und Menschenrechte erfahren. In einer wohnlichen Atmosphäre sollen die Mädchen sich in „La Casa de Panchita“ wohlfühlen und den Zugang zu Bildung und kulturellen Bereicherungen erhalten. Jährlich schafft es die NGO auf diese Weise das Leben von 2.700 Mädchen und Jugendlichen zu verbessern.

La Casa de Panchita

Die Mädchen und Jugendlichen, die in der Organisation ihr zweites Zuhause gefunden haben, erhalten Zugang zu Bildung und Sozialem (Bild: © lacasadepanchita.com)

Auch wenn die NGO bis heute starke Arbeit geleistet hat und dadurch das Leben vieler junger Menschen verändern konnte, könnte diese Hilfe in 2015 ihr jähes Ende finden. Das Haus, in dem den Mädchen Englisch-, Tanz- und Selbstverteidigungskurse angeboten werden und das für viele zu einem zweiten Zuhause geworden ist, könnte bald dazu gezwungen werden seine Pforten zu schließen. Die nicht profitorientierte Organisation braucht unsere Unterstützung, um die hohen Mietkosten weiterhin bezahlen zu können. Bis zum 30. Juni 2015 könnt ihr das noch tun! Erst drei Prozent der benötigten Kosten sind gespendet worden. Hier habt ihr die Chance zu spenden, jeder Euro zählt! Weil jeder Mensch es wert ist.

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