Bildung – nur eine Frage des Geldes?

Ein weiser Mann hat einmal gesagt „Wissen ist Macht“ und so kommt es, dass wir jeden Tag unseren Weg in die Schule antreten. So werden wir hier in den westlichen Ländern der Welt immer „mächtiger und mächtiger“. Die Schulpflicht zwingt uns dazu. Unsere Eltern zwingen uns dazu. Und das nur, weil sie eine bessere Zukunft für uns wollen. Doch was ist mit dem Rest der Welt?

Kinder brauchen Bildung (Foto: © pixabay.com)

Bildung ist das wichtigste, was einem Kind gegeben werden kann. Geld dürfte da keine Rolle spielen. ( (Foto: © pixabay.com)

Mehr als 63 Millionen Jugendliche und 58 Millionen Kinder im Grundschulalter haben aktuell keinen Zugang zu Bildung. Diese Zahlen gehen aus der UNICEF Education hervor, eine Organisation, die jeden Tag dafür kämpft, dass irgendwann alle Kinder zur Schule gehen. Ohne Ausnahme. Doch dieser Weg ist schwer, denn es ist ein Teufelskreis, der die Kinder von ihrem Recht Bildung zu erhalten abbringt. Faktoren wie „Armut“, „Kinderarbeit“, „Geschlechterkampf“, „Leben in Konfliktregionen“ sowie „Unzugänglichkeit für Kinder mit Behinderungen“ treiben den Kreis immer weiter an. Manchmal würde es schon reichen, wenn ein Faktor abgeschafft werden würde, doch wo fängt man da an?

  • 15o Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahre müssen arbeiten. Viele Familien haben nicht genug Kraft, den Lebensunterhalt alleine zu decken und so müssen auch die Kleinsten ran. Zeit zur Schule zu gehen bleibt da nicht. Es ist die Armut in den Ländern, die Kinder davon abbringt Bildung zu erlangen.
  • 50 Prozent der Kinder, die keinen Zugang zu Bildung haben, lebt zudem in konfliktreichen Regionen. Terror, Zerstörung und Tod bestimmen ihr Leben. An Lesen und Schreiben wird kein Gedanke verschwendet. Diese Länder sind in Konflikten, weil sie von Armut in die Knie gezwungen werden.
  • 53 Prozent sind Mädchen. Das Fehlen von institutionellen Normen, sanitären Einrichtungen und die täglich stattfindende Gewalt an Schulen machen es unmöglich für Mädchen diese zu besuchen. Und auch hier hält die Armut diese Faktoren am Leben.
  • Viele Kinder, die keine Schule besuchen, leiden an körperlichen Behinderungen und haben so auch keinen barrierefreien Zugang zu schulischen Einrichtungen. Dass dies nicht möglich ist, liegt meistens daran, dass die Schulen in armen Ländern kaum Geld haben die Schulen mit allem, was es braucht, auszustatten und so bleibt Barrierefreiheit an Schulen ein kostspieliger Traum. Wieder spielt Armut eine wichtige Rolle.
  • 40 Prozent haben keinen Zugang zu Unterricht in ihren Muttersprachen. Oft besuchen Kinder aus den verschiedensten Regionen eine einzige Schule und sprechen daher auch andere Sprachen als ihre Mitschüler und Lehrer. Doch es ist die Armut, die den Unterricht in mehreren Sprachen verhindert.

Was ist es also, das Kinder wirklich davon abhält sich zu bilden und genauso viel „Macht“ zu erlangen wie wir? Es ist die Armut, die alles in ein schwarzes Loch stürzt, aus dem vor allem die unschuldigsten und schwächsten nicht mehr herauskommen können. Und doch ist es oft auch die Ignoranz vieler Menschen, die sich in Rassismus, Geschlechterkampf und religiösen Ritualen zeigt und die dazu beiträgt, dass so viele Kinder und Jugendliche nicht einmal ihren eigenen Namen schreiben können. 

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