Internationaler Tag gegen Rassismus

Tag für Tag versuchen Menschen auf der ganzen Welt sich vor Rassismus zu schützen. Und immer wieder werden sie durch die Ignoranz der Mehrheit in die Knie gezwungen. Ein exotischer Name oder das falsche Aussehen genügt um den harten Schlag des Rassismus immer wieder zu spüren.

Trauernde Menschen in Kapstadt

Trauernde Menschen bei einer Zeremonie in Kapstadt nach dem unzählige Menschen von Polizisten erschossen wurden (Foto: © UN)

Der Internationale Tag gegen den Rassismus findet seit 1960 am 21. März statt. An diesem Tag hatten rund 20.000 Menschen im südafrikanischem Shaperville friedlich gegen die diskriminierenden Passgesetze des Apartheid-Regimes demonstriert. Die Polizei erschoss über 60 Menschen und mindestens 180 wurden verletzt, damit ging dieser Tag als das „Massaker von Shaperville“ in die Geschichte Südafrikas ein.

Heute, über 50 Jahre später, ruft die Generalversammlung der Vereinten Nationen erneut Menschen der Welt auf diesen Tag zu gedenken. Die Nachricht dieses Jahr ist: Es soll endlich aus den Tragödien der Vergangenheit gelernt werden, um den heute immer noch stattfindenden Rassismus zu bekämpfen. Unter diesem Thema werden sich heute in New York und Genf die Präsidenten der UN-Generalversammlung und des Menschenrechtsrats zusammenfinden, um über Rassendiskriminierung auf der ganzen Welt zu debattieren. Geschichtliche Rückblicke sollen dabei helfen dieses internationale Problem einzugrenzen und aus den Folgen zu lernen.

Bereits gestern fand im schweizerischen Palais des Nations eine wichtige Konferenz statt, in der auch ein Film zu dem Thema gezeigt wurde. Der Menschenrechtsrat legt starken Wert darauf, dass Begriffe wie „Sklaverei“, „Apartheid“, „Genozide“ oder auch „Kolonialismus“ nicht in Vergessenheit geraten, sondern vielmehr zu einem wichtigen Lernprozess genutzt werden, weshalb auch Schüler an diesen Treffen teilnehmen durften.

„The International Day for the Elimination of Racial Discrimination is an opportunity to renew our commitment to building a world of justice and equality where xenophobia and bigotry do not exist. We must learn the lessons of history and acknowledge the profound damage caused by racial discrimination.“ Generalsekretär Ban Ki-moon.

Es wird Zeit, dass der Rassismus ein Ende findet. Auch wenn wir Menschen uns in Charakter und Aussehen voneinander unterscheiden, so sind wir doch alle Teil dieser Welt. Jeder verdient es so behandelt zu werden, wie man selbst behandelt werden möchte. Weil jeder Mensch es wert ist.

Mehr zum Thema:

Quelle: Spiegel Online (20.03.2015)

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