Echte Lebensfreude gibt es nur mit Freundschaft

Viele Menschen sind in verzweifelten Lagen. Sie haben alles verloren, sind misshandelt worden, geraten auf die schiefe Bahn oder haben schwere Krankheiten. Doch egal wie aussichtslos eine Lage ist, wie schwer es einen getroffen hat, wie weit man gefallen ist oder wie lebensmüde man auch sein mag, es ist immer noch ein Leben. Denn weder Geld, Ruhm, Erfolg noch Wertgegenstände machen das Leben aus –es ist die Freundschaft, das gemeinsame Lachen und füreinander Dasein, das das Leben lebenswert macht. Gegenseitige Zuneigung zu erfahren, füreinander einzustehen und das Leben des anderen zu bereichern ist eines der wertvollsten Güter, die wir Menschen besitzen. Es ist unwichtig, ob Freundschaften innerhalb der Familie geschlossen werden oder durch einen kosmischen Zufall mit willkürlichen Menschen. Das einzige was zählt ist, dass sie einen fortan auf dem Lebensweg begleiten, ihn verschönern, erleichtern und versüßen.

Ziemlich beste Freunde

Bild: © imdb.com

Der Film Ziemlich beste Freunde (2011) von Olivier Nakache und Éric Toledano beschreibt ein klassisches Beispiel, warum Freundschaft im Leben so wichtig ist. Der Film basiert auf der Autobiographie von Philippe Pozzo di Borgo, gespielt von François Cluzet, der seit einem Freizeitunfall querschnittsgelähmt und damit pflegebedürftig ist, was ihm den Lebensmut und die Freude am Leben nahm. Neuen Lebensgeist kann ihm erst sein Pfleger Driss (Omar Sy) einhauchen, der auf seine unkonventionelle Art den sehr wohlhabenden, aber allein lebenden Philippe zeigt, warum das Leben lebenswert ist. Die Freundschaft des ungleichen Duos beginnt damit, dass sich Driss nach einer sechsmonatigen Haftstrafe als Pflegekraft für Philippe bewirbt, mit der Absicht nur eine Unterschrift über eine Absage für das Arbeitsamt zu erhalten um weiter Unterstützung zu erhalten. Wider Driss Erwartung stellt Philippe, begeistert von Driss Gleichgültigkeit gegenüber seiner Behinderung, diesen ein, was sich als Glücksfall herausstellte und der Beginn einer Freundschaft fürs Leben war.

Ziemlich beste Freunde ist eine herzerfreuende Komödie, die einen wieder daran erinnert, was wirklich wichtig ist im Leben – die Freundschaft und für andere, die es weniger gut haben, da zu sein. Auch wenn der Stoff des Filmes relativ kitschig ist, so schafften die Schauspieler es dennoch eine wirklich rührende und sehr amüsante Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Die Aneinanderreihung von Gags bringt einen immer wieder unerwartet zum Lachen, was den Film sehr erfrischend und fröhlich macht. Diese aus tiefstem Herzen lebensbejahende Geschichte ist sehr unterhaltsam und leichte Kost, zeigt aber dennoch worauf es im Leben ankommt.

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