Mit einem Klavier Hoffnung und Mut in die Herzen bringen

Wir kennen doch alle diese Sprüche, dass Musik einem in den schlimmsten Situationen hilft, dass sie einen beflügeln, wieder aufbauen und in eine bessere Stimmung versetzen könne. Oft benutzen Sänger und alle, die Musik als eine ihrer großen Leidenschaften hegen und pflegen, solche oder so ähnliche Sprüche. Sie sollen Menschen dazu bewegen ihre Lieder zu trällern oder zu ihren Musikstücken das Tanzbein zu schwingen. Doch es bedarf einiges mehr um mit seiner Musik wirklich etwas zu bewegen!

Klavierspielen um Mut zu schaffen

Nur mit einem Klavier und den Willen Mut in die Herzen der Flüchtlinge in Syrien zu bringen, singt Ahmand alte Lieder. (Foto: © Niraz Saied)

Das dachte sich der Syrier Ayham Ahmad wohl auch, als er sich entschied auf einem schwarzen Klavier, inmitten der Trümmer seiner Stadt, Lieder über den Krieg zu singen. Das Kriegstreiben hatte sogar sein Heimatdorf Yarmouk, einen palästinensischen Flüchtlingsort an den Grenzen Damaskus, erreicht und sämtliche Gebäude zerstört. Menschen verloren ihr Zuhause und nun singen sie gemeinsam mit Ayham alte Lieder aus ihrer Vergangenheit. Die Videos auf YouTube zeigen Kinder, die sich um das Klavier versammeln und aus Unschuldskehlen Lieder mit so viel Emotion singen, dass es einem ganz schwer ums Herz wird und eiskalt den Rücken runterläuft. Der junge Mann sah einfach keine andere Möglichkeit seinen Mitbürgern zu helfen und jetzt leitet er eine große Gruppe aus Amateuermusikern, die sich seinem Projekt angeschlossen haben. Jung und alt werden mitgerissen und dazu ermutigt die Hoffnung auf bessere Tage niemals aufzugeben.

Ich frage mich dabei, wie stark manche Menschen sein können, wie sehr sie an das glauben was sie tun und wie sie andere dazu motivieren können ebenfalls Gutes zu tun. Mit so einfachen Mitteln wie der Musik können Dinge geschaffen werden, für die andere zu schwach scheinen. Dabei sind sie es eigentlich nicht, denn es ist lediglich die Angst oder auch Unwissenheit, die sie dazu bringt ohne diesen Tatendrang, Menschen in Not helfen zu wollen, weiterzuleben. Versteht mich nicht falsch daran ist rein nichts auszusetzen und ich bin mit bewusst, dass jeder sein Kreuz tragen muss. Doch wie wir jeden Tag sehen, sind es schon solche kleinen Taten, die Großartiges hervorbringen können.

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