Wie unschuldige Menschen zu Geständnissen gefoltert werden

Viele Menschen begehen schlimme Taten, viele morden, stehlen, lügen und betrügen und sie haben es mit Sicherheit verdient bestraft zu werden – Doch was tut man, wenn man wegen etwas verurteilt wird, was man nicht begangen hat und einem die Todesstrafe droht?

Das ist das schreckliche Schicksal von Moses Akatugba, einem 25-jährigen Nigerianer, der nicht nur unter Folter ein falsches Geständnis abgeben und unterschrieben musste, sondern auch seit November 2013 den Strick fürchten muss. Als Moses 16 Jahre alt war, wurde er mitten auf der Straße von Soldaten festgenommen, gefoltert und wegen angeblichem Diebstahl festgenommen. Der Junge, der dabei war seinen Schulabschluss zu machen sitzt seit 2005 in einem Gefängnis in Nigeria.

Moses Akatugba

Foto: © Privat

Die einzigen Beweise, die die Staatsanwaltschaft gegen den jungen Mann hat, sind lediglich die Aussagen des Diebstahlopfers und der unterschriebenen „Geständnisse“. Moses Mutter, die nichts ahnend zu Hause auf ihren Sohn wartete, bekam von Bekannten die schreckliche Botschaft, dass dieser sich im Gefängnis befände. Er soll angeblich ein Handy und ein Headset gestohlen haben, doch Moses hat diese Anschuldigung nicht einmal unter tagelanger Folter bestätigt. Wie kann das Gericht dann noch von einem rechtsgültigem Urteil sprechen?

Nachdem Moses zwei Monate gefesselt, geschlagen, gedemütigt und geschändet wurde, unterschrieb dieser die Geständnisse, um den Qualen zu entkommen. Nur einen Traum hatte Moses: Arzt zu werden. Das war der Wunsch seines Vaters gewesen. Er wollte wie seine anderen Freunde auch die Uni besuchen, Arzt werden und ein gutes Leben führen. Doch jetzt droht ihm die Todesstrafe. Durch den Galgen.

Aber das unmenschliche Handeln des Gerichts geht noch weiter: Die schwerwiegenden Foltervorwürfe gegen die Soldaten und Polizisten sind bis heute kein Bestandteil der Untersuchungen. Moses hat neben seinem Anwalt niemanden. Kein Polizist und auch kein Soldat ist jemals zu einem Prozess erschienen. Wie kann die Staatsanwaltschaft dann noch dieses schwere Urteil verkünden? Welche Chance hat Moses noch, außer die Unterstützung von Menschenrechtsaktivisten, NGOs und anderen Freiwilligen, die meistens keine Chance gegen den eisernen Willen des Gerichts haben?

In vielen Ländern der Welt hat das Militär die Macht über das Land, doch an keinem Ort der Welt, scheint dies mehr der Fall zu sein, als in Afrika. Die ärmsten Länder der Welt sind in Afrika und es kommen zu den schon vorhandenen, noch nicht gelösten Konflikten jedes Jahr neue hinzu. Das Militär kann in solch armen Ländern zu sehr viel Macht kommen und so werden viele Kinder, vor allem Jungen, gegen ihren Willen festgehalten und zu Soldaten umfunktioniert. In anderen Fällen, wie in dem von Moses, werden unschuldige Menschen Opfer willkürlicher Handlungen des Militärs, das dadurch nur noch mehr Angst und Schrecken unter dem Volk verbreiten will. Die Militärs wollen akzeptiert werden, doch wie kann jemandem der nötigen Respekt gezollt werden, wenn er durch Terror und Unmenschlichkeit andere zum Reden oder Schweigen bringen will?

Moses Fall, wie der vieler anderer Menschen auch, bleibt abzuwarten und sehr viel Hoffnung gibt es nicht. Er darf kaum mit seiner Familie Kontakt haben. In der Todeszelle sitzen und auf Hilfe hoffen, ist alles, was Moses jetzt noch tun kann. Helft dem jungen Mann und anderen mit eurer Unterschrift. Geht auf die Seite von Amnesty International Deutschland und unterstützt die NGO dabei Moses zu befreien. Weil Menschen es wert sind.

Hier geht es zur Petition.

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